Fachkräfte: Bundesregierung stellt Strategiepapier vor

Shutterstock

Anfang November hat die Bundesregierung ihre sog. Fachkräftestrategie vorgelegt. Ein Schwerpunkt ist insbesondere ein neues Fachkräftezuwanderungsgesetz. Aus Sicht des VDMA ist dieser Schritt längst überfällig.

Die Bundesregierung hat Anfang November 2018 ihre sog. Fachkräftestrategie vorgelegt. Die Strategie wird von fünf Ministerien getragen (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / Bundesministerium für Arbeit und Soziales / Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend / Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Mit der neuen Fachkräftestrategie sollen drei Ziele verfolgt werden:

  1. Inländische Fachkräftepotenziale – Veränderungen präventiv begegnen
  2. Europäische Fachkräftepotenziale – Attraktivität Deutschlands sichern
  3. Internationale Fachkräftepotenziale – Qualifizierte Zuwanderung steigern

Ein Schwerpunkt der Strategie ist insbesondere ein neues Fachkräftezuwanderungsgesetz. Aus Sicht des VDMA ist dieser Schritt längst überfällig. Es kommt nun darauf an, die guten Absichten in ein verständliches und praktikables Gesetz zu gießen.

Dabei muss man sich nicht auf ein Punktesystem versteifen. Entscheidend sind die Transparenz und der Abbau von bürokratischen Hürden. Dies gilt nicht nur für die aufenthaltsrechtlichen Verfahren, sondern gerade auch für die Anerkennung von Berufsabschlüssen. Derzeit sind unterschiedliche Anlaufstellen zu berücksichtigen, wobei die Entscheidungen zudem nicht einheitlich getroffen werden. Vereinfachungen sollte es auch geben, wenn qualifizierte Arbeitnehmer von Auslandsniederlassungen eines deutschen Unternehmens nach Deutschland geholt werden. Es sollte auch weiter darüber nachgedacht werden, wie das Arbeitspotential von bereits hier lebenden Flüchtlingen besser genutzt werden kann.

Wichtig ist zudem, dass die Bundesregierung möglichst bald ein schlüssiges Konzept entwickelt, wie Fachkräfte in Drittstaaten erfolgreich angeworben werden können. Deutschland ist nicht die einzige Industrienation, die unter einem zunehmenden Fachkräftemangel leidet. Der Wettbewerb um die besten Köpfe nimmt mit einem neuen Gesetz erst richtig Fahrt auf.