VDMA drängt in offenem Brief auf Erleichterungen bei der Entsendung

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Bürokratische Hürden beim Auslandseinsatz von Mitarbeitern innerhalb der EU sind eine Belastung für den Maschinenbau und besonders für den Mittelstand.

Der VDMA hat am 30. Oktober 2019 in einem offenen Brief zusammen mit mehreren deutschen Wirtschaftsverbänden an deutsche und europäische Entscheidungsträger auf Erleichterungen bei der Entsendung gedrängt. Das Schreiben wurde unter anderem an das Bundeskanzleramt, die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments geschickt.

Die Verbände, darunter neben dem VDMA auch ZVEI, VDA und Bitkom, erläutern in diesem Schreiben die zahlreichen Probleme bei der Entsendung von Arbeitnehmern in andere EU-Mitgliedstaaten, zum Beispiel die unterschiedlichen Meldepflichten für Auslandseinsätze und die Nichtumsetzung verpflichtender Ausnahmen der Entsende-Richtlinie 1996/71/EG für kürzere Auslandeinsätze in mehreren EU-Mitgliedstaaten.

Die Wirtschaftsverbände setzen sich ein für eine generelle, EU-weit einheitlich umzusetzende Befreiung von den eingeführten administrativen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen für kurze Auslandseinsätze bis zu einer Woche. Darüber hinaus fordern die Verbände eine generelle Ausnahme für Auslandseinsätze ohne Dienstleistungserbringung. Auch sollten angeglichene Meldeplattformen in Englisch, digitale Tools, wie zum Beispiel eine europäische Datenbank für nationale Entgelt- und Arbeitsrechtsbestimmungen und ein pauschalisierender Entgeltrechner zur Verfügung gestellt werden.